... Musik und Informationen aus Estland, Lettland und Litauen!
eine Radiosendung zu Estland, Lettland und Litauen. Gegründet im Jahr 2000 als Projekt des Vereins INFOBALT, Bremen. Gesendet bei RADIOWESER.TV (Offener Kanal Bremen / Bürgerradio) auf UKW 92,5, im Kabelnetz und per Internet Live-Stream. Redaktion und Konzept: Albert Caspari.
Sendung Nr. Sendetermin Inhalt Musikstücke Redaktions-mitglieder
Baltische Stunde – N216-331 25. November 2025

19.00 - 21.00 Uhr

GESPRÄCHSGÄSTE

Nikolaus Lahusen
(Pianist)

Es ist erstaunlich, was Čiurlionis in sehr kurzer Zeit alles geschaffen hat!

(aus der Sendung vom 16.11. 2000)

Über die Beschäftigung mit Čiurlionis, seiner Doppelbegabung und sein großes Oevre. Über die Lebensumstände von Čiurlionis, sein Selbstverständnis als freischaffender Künstler, die Zeitspanne seiner kreativen Werke und sein Tod 1911. Über die Orientierung nach Warschau und Leipzig, das Elternhaus in Druskininkai und das Leben in Vilnius. Über das Projekt der Einspielung des gesamten Klavierwerks von Čiurlionis, seine "baltische Sprache" und nordische Anklänge. Über eine Einladung nach Litauen, die Feiern zum 125. Geburtstag von Čiurlionis und drei Konzerte. Über die Natur in Litauen, einen ganz besonderen Apfel, und ein Konzert in Druskininkai am offenen Fenster. Über ein Konzert in Kaunas, ein Besuch im Čiurlionis-Museum in Kaunas und ein weiteres Konzert in Vilnius.
Über Kaunas als Ex-Hauptstadt mit einer besonderen Architektur. Über eine Co-Produktion mit dem Bayrischen Rundfunk, Wahlkampf in Litauen und ein Zusammentreffen mit Vytautas Landsbergis. Über Landsbergis als Spezialist für Čiurlionis und ein angeregtes Gespräch in der Konzertpause. Über die baltischen Staaten und ihre Künstler, Landsbergis als Politiker und Pferdekutschen auf dem Lande. Über das prachtvoll renovierte Vilnius und, das bescheidenere Kaunas. Über ein Publikum bestehend aus Pianisten und Musikwissenschaftlern, und über Litauen als Land im Aufbruch - auch mit dem Blick von außen. 

Buchvorstellungen

Dace Vigante: Eismeer. 120 Seiten, Aus dem Lettischen übersetzt von Bettina Bergmann. Verlag Friedrich Mauke KG, Weimar 2025.

Carolina Pihelgas: Schnittlinie. Roman, aus dem Estnischen von Maximilian Murmann. Weidle Verlag, Göttingen 2025, 133 Seiten

Andris Kalnozols: Kalender. Roman. Aus dem Lettischen übersetzt von Sven Otto. Edition fotoTAPETA, Berlin 2025. 334 Seiten

Veiko Tammjärv: Hotel zum verunglückten Alpinisten. Aus dem Estnischen von Maximilian Murmann. Illustration: Veiko Tammjärv. Nach einem Roman von Boris und Arkadi Strugatzki. 128 Seiten, Verlag Voland & Quist, Berlin und Dresden 2025.

3003. Nocturne fis-moll VL 178 (op 4.1) / Čiurlionis - Nikolaus Lahusen

3004. Nocturne cis-moll VL 183 (op. 6.2) / Čiurlionis.- Nikolaus Lahusen

3005. VL 271 (op. 20.1) / Čiurlionis - Nikolaus Lahusen

3006. VL 270 (op. 20.2) / Čiurlionis.- Nikolaus Lahusen

3007. VL 269 (op. 20.3) / Čiurlionis.- Nikolaus Lahusen

3008. Mazurka h-moll VL 167 / Čiurlionis.- Nikolaus Lahusen

3009. Ei, mergele I-III VL 283 / Čiurlionis.- Nikolaus Lahusen

3010. Oi, Lekia lekia I-IV / Čiurlionis.- Nikolaus Lahusen

3011. Oi Giria, Giria - Chor JAUNA MUZIKA

3012. O Čia Berželis Stovėjo - Chor JAUNA MUZIKA

3013. Beauštanti Aušrelė - Chor JAUNA MUZIKA

3014. Aš Prašiau Dievą - Chor JAUNA MUZIKA

3015. Išėjo Seselė - Chor JAUNA MUZIKA

3016. Sutems Tamsi Naktužėlė - Chor JAUNA MUZIKA

3017. Kai Mes Augom - Chor JAUNA MUZIKA

3018. Anoj Pusėj Nemuno - Chor JAUNA MUZIKA

3019. Canon in C minor VL 216a - Čiurlionis-Quartett

Albert Caspari

(Download -Anfrage)

Baltische Stunde – N217-332 23. Dezember 2025

19.00 - 21.00 Uhr

GESPRÄCHSGAST

Aistė Kalvelytė (Schlagzeugerin)

Vom ersten Moment an, als ich Schlagzeug spielte wusste ich: das ist mein Ding!

Über Kindheitsträume und den späten Weg zum Schlagzeug, Sport und Tanz, Gitarre und Basketball, und eine entscheidende erste Unterrichtsstunde. Über Panevežys, Vorbilder und Idole, Jojo Mayer und Arkady Gotesman. Über Schlagzeugspielen in Litauen, Umzug nach Vilnius, Experimente und die Entwicklung einer eigenen musikalischen Persönlichkeit. Über die Verbindung verschiedener Bereiche der Künste, ein Studium der Keramik an der Kunsthochschule und die Rolle einer Schlagzeugerin in einer Band. Über Rhythmus und Musikstil, drei verschiedene Bands, Mindmaps, Strukturen, Zusammenspiel und Emotionen. Über Farben der Musik, eine Konzerttournee, die Kommunikation während eines Konzerts, Vergleich mit dem Sport und Soloauftritte mit dem Schlagzeug. Über gutes Aussehen auf der Bühne, das Zusammenspiel mit verschiedenen Instrumenten und mit verschieden Musikercharaktären. Über konservative Vorstellungen, exakt zu spielende Stücke einiger Komponisten, der Wechsel zwischen verschiedenen Bands und Musikstilen, und das Anheuern als Schlagzeugerin. Über Freundschaft unter Musiker/innen, ein begrenztes Publikum und die Möglichkeit mit Musikmachen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Über Nebenjobs, die Beschäftigung mit Keramik, Weiterbildungskurse und die Schwierigkeiten sich als Frau und Schlagzeugerin in der Musikszene zu etablieren. Über schwierige Anfänge, Schlagzeugspielen als Männerjob oder als feministisches Projekt. Über Schlagzeugspielen als Austoben und Auspowern und eine Klage unfreundlicher Nachbarn mit lustigem Ausgang. Über einen autoreparierenden Vater und seine Garage. Über das Wohnheim der Akademie, Übungsräume, die Unterstützung des Vaters, und Vilnius als aufregende und wachsende Stadt. Über Leben in Vilnius, das reichhaltige, wachsende Kulturleben und das zahlenmäßig begrenzte Publikum. Über Tourimus in Litauen, Festivals in Sommer und auf dem Lande. Über Palanga, die Kurische Nehrung, und günstige Möglichkeiten für einen Besuch in Vilnius. Über deutsche Touristen, Jahreszeiten außerhalb der Hochsaison, die vielen verschiedenen Kulturen die Litauen beeinflussen und ein kleines Land mit unterschiedlichen Regionen.
Über den Krieg in der Ukraine, die Situation in Litauen und den Umgang damit. Über Russland als Nachbar, Ängste und Sorgen, Trump als US-Präsident und die sich ändernde Einstellung von Litauerinnen und Litauern gegenüber den USA.

Buchvorstellung

Indrek Hargla: Apotheker Melchior und das Evangelium des Pilatus. Hanse-Krimi aus Tallinn und Lübeck. 516 Seiten, aus dem Estnischen von Cornelius Hasselblatt. Rote Katze Verlag, Lübück 2025.

3020. swimless - WEIRD UGLY FISH (Aistė Kalvelytė / Julius Čepukėnas)

3021. drownless - WEIRD UGLY FISH (Aistė Kalvelytė / Julius Čepukėnas)

3022. Saule 1236 - ROMUVOS

3023. Durbe 1260 - ROMUVOS

3024. Lubawa 1263 - ROMUVOS

Albert Caspari

(Download -Anfrage)

Baltische Stunde – N218-333 20. Januar 2026

19.00 – 21.00 Uhr

GESPRÄCHSGAST

Nora Ikstena (Schriftstellerin)
( + Matthias Knoll , Übersetzer)

Ich bin stolz und glücklich, dass ich auf Lettisch schreibe!

(aus der Sendung vom März 2008)

Über Nora Ikstena als bekannteste lettische Prosaautorin, über die noch ausstehende bessere Beachtung ihrer Werke im Ausland, und das Gefühl in einer Sprache zu schreiben die nur wenige auf der Welt verstehen. Über den Stolz auf Lettisch zu schreiben, Übersetzungen in Russisch, Englisch und Schwedisch, und die vielen notwendigen Umstände damit ein Werk Leserinnen und Leser findet. Über das Gefühl der Exklusivität, in einer Sprache wie Lettisch zu schreiben, und über Freunde unter den Liven, wo noch viel weniger Menschen, fast gar keiner mehr, in Livisch schreibt. 
Über das Glück, Lettisch lesen zu können, und die Bedeutung, eine erfolgreiche Schriftstellerin in Lettland zu sein. Über das Gefühl von Pflichten gegenüber dem Publikum, Erwartungen und die Kraft, freie Schriftstellerin sein zu können. Über das merkwürdige Gefühl, in Buchläden Bücher mit dem eigenen Namen als Autorin zu finden. Über das Schreiben von Biographien, Kolumnen und Prosa, über Regina Ezera und Imants Ziedonis. Über einen Besuch, zusammen mit der Schwester, in Bremen auf dem Grasmarkt in einer Ausstellung von Cecilia Bartoli mit persönlichen Gegenständen von Maria Malibran. Über geringe Unterschiede zwischen dem Schreiben von freier Prosa mit verschiedenen Protagonisten, oder Biografien bekannten Persönlichkeiten wie Imants Ziedonis, Regina Ezera oder Māra Zālīte. Über Lebensgeschichten, schöpferische Prozesse und Schreiben über kreative Personen. Über Planungen zum nächsten Buch und Wünsche nach mehr Übersetzungen Deutsch, das Zeitalter des Buches, über Verlage auf der Buchmesse Leipzig und Lesungen letticher Literatur dort. 

Textauszug

Nora Ikstena: Lebenslauf in freier Form
aus: Sonnengeflecht - Literatur aus Lettland. Herausgegeben von: Heide Lydia Schmidt, Ingūna Beķere, Jānis Zālītis, Nordik, Riga 1997

Buchvorstellungen

Rasa Bugavičute-Pēce: Der Junge, der im Dunkeln sah. Roman für Jugendliche und Erwachsene. Übersetzung aus dem Lettischen: Lil Reif. Mirabilis Verlag 2025, Illustration: Zane Veldre. 224 Seiten

Gerhard Böttger: Weidwerk im Baltikum und in heimischen Revieren. Leopold Stocker Verlag, Graz 2025. 168 Seiten

3025. Nakts Ir Mana Zemapziņa - 19 gadi pirms sākuma

3026. Aspekti - 19 gadi pirms sākuma

3027. Ruhig - 19 gadi pirms sākuma

3028. Naktī - 19 gadi pirms sākuma

3029. Singapūras Vējš - 19 gadi pirms sākuma

3030. Die Wilde Frau - 19 gadi pirms sākuma

3031. Rievainām Smiltīm - 19 gadi pirms sākuma

3032. Zemniece - 19 gadi pirms sākuma

3033. Vai tu vari aizmigt? - 19 gadi pirms sākuma

3034. Tunelis - 19 gadi pirms sākuma

3035. Pāri Upei - 19 gadi pirms sākuma

3036. Mednieks no Kurpfalces - Jānis Sproģis

Albert Caspari

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Baltische Stunde – N219-334 17. Februar 2025

19.00 – 21.00 Uhr

Albert Caspari

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Baltische Stunde – N220-335 17. März 2025

19.00 – 21.00 Uhr

Albert Caspari

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BALTISCHE STUNDE - Liste der bisherigen Sendungen - chronologisch

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